Doku-des-Alltags: Strecken und Bahnhöfe

1.) Der Bahnhof Lübeck-Dänischburg, der zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Personenzughalte mehr aufwies und nur für Zugkreuzungen diente. Nach der Elektrifzierung und dem zweigleisigen Ausbau der Strecke wurde westlich (in Blickrichtung) ein neuer Haltepunkt Dänischburg IKEA in Betrieb genommen.
Rechts steht das Betriebsgebäude aus den 1960er Jahren. Dort ist das Fdl-Stellwerk Df untergebracht, Bauform
Dr S2, das von 1969 bis 2003 in Betrieb war.
2.) Bei der Bahnhofseinfahrt zweigt beim km 8,2 die Anschlußstrecke zum Hafen ab, die ihre eigenen Kilometrierung hat. Hinter dem Weichenhebel ist mit ca. 500 m Versatz zum Abzweig der km 0,0.
3.) Hier warten zwei 218 die Einfahrt des Eilzuges ab. Vermutlich fahren die beiden zum Skandinavienkai um dort einen Güterzug abzuholen. Der Streckenabzweig dorthin ist weiter entlang der Strecke beim km 12,3.
Auch hier in Dänischburg gibt es einen Güterbahnhof, der unterhalb der hier ansteigenden Strecke liegt. Im Anschluß an dieser Gleisharfe führt die sogenannte Uferbahn bis zum Seelandkai in Lübeck-Herrenwyk. Der Gebäudekomplex im Hintergrund sieht nach einem Kraftwerk aus.
4.) Beim km 12,0 wird Lübeck-Kücknitz Bbf durchfahren. Auch hier gibt es keine planmäßigen Zughalte mehr.
5.) Der bei Bild 3 erwähnte Abzweig Lübeck-Kücknitz. Über die große Bogenbrücke laufen beide Gleise und überqueren die Bundesstraße B 75, bevor sich die Streckentrennen. Auf der anderen Brückenseite sind die beiden Hauptsignale zu sehen. Dort ist der Streckenkilometer 12,3 und der km 0,0 der Güterstrecke.
6.) Die Güterstrecke zum Skandinavienkai fällt ab und unterquert ein Stück weiter (entgegen der Blickrichtung) das andere Streckengleis. Am Skandinavienkai ist u. a. ein großer Containerterminal.
An der Streckensituation selbst hat sich heute nichts geändert. Die Zweigleisigkeit endet vor der Brücke am Streckenabzweig, beide Strecken laufen eingleisig weiter. Etwa an dieser Position, links vom Zug gibt es heute einen neuen Haltepunkt Lübeck-Kücknitz Roter Hahn (km 13,9), an dem auch wieder Züge halten.
18.) Neben der Travemünder Landstraße, ist beim km 14,5 der Schrankenwärter-Posten 118.
19. + 20.) Travemünde Hafen wird erreicht. Der Bahnhof hat (historische) Hochbahnsteige, wobei Gleis 1 am Hausbahnsteig schon seit einiger zeit abgebaut ist.
Auf dem leider sehr verwackelten Bild links ist der Inselbahnsteig mit den beiden Gleisen 2 und 3 zu sehen, die beidseitig mit Formsignalen gesichert sind. Dahinter die Ausfahrt Richtung Lübeck mit dem Stellwerk Trw.
21.) Nahansicht von Stellwerk Trw. Beide Stellwerke des Hafenbahnhofs waren von 1915 bis 2003 in Betrieb.
22.) Ausfahrt aus dem Bahnhof Travemünde Hafen. Am Stellwerk Trb vorbei wird die Straße namens Rose überquert. Mit zwei parallel laufenden Gleisen geht es nun noch genau einen Kilometer bis Travemünde Strand. Das rechte Gleis ist das frühere Streckengleis nach Niendorf, das heute auch zum Strandbahnhof verläuft. Die 4,7 km lange Strecke nach Niendorf war von 1913 bis 1974 in Betrieb und wurde dann abgebaut.
23.) Die gleiche Situation bei Fahrt in entgegengesetzter Richtung. 218 334 röhrt um die Kurve vor dem Hafenbahnhof.
24.) Direkt am Bahnübergang kündigt ein zweibegriffiges Vorsignal „Ausfahrt Halt“ im Hafenbahnhof an. Hier ist auch zu sehen, dass beide Gleise vom Hafenbahnhof ohne Weichenverbindung bis zum Strandbahnhof verlaufen.